Im Wahlpflichtfach Fotografie, an welchem ich teilnehme, arbeiten wir zwei Drittel der Zeit selbständig am Computer (digitale Bildbearbeitung). Ich habe jeweils mein Notebook dabei, damit ich mit Photoshop statt Gimp arbeiten kann. Nur leider konnte ich nie eine Netzwerkverbindung aufbauen, wenn ich das Ethernet-Kabel des PCs im Laptop eingesteckt habe – mir wurde vom DHCP keine IP zugewiesen. Mein Verdacht fiel auf eine MAC-Filterung, was ich dann prompt mal ausprobiert habe. Nach kurzer Recherche im Internet habe ich herausgefunden, wie ich auf meinem Ubuntu-Notebook die MAC-Adresse des PCs vortäuschen kann (MAC-Spoofing). Zuerst muss man den Ethernet-Adapter deaktivieren. Vorausgesetzt die Netwerkkarte ist eth0:
ifconfig eth0 down
Dann kann man mittels ifconfig die neue MAC-Adresse setzen (zur Sicherheit die alte Identifikation irgendwo noch zwischenspeichern, ich weiss nicht ob man die resetten kann.)
ifconfig eth0 hw ether 01:23:45:67:89:ab
Dann die Netzwerkkarte wieder starten.
ifconfig eth0 up
Um die Hardwareadresse des PCs herauszufinden, bin ich mit dem Windows Explorer bis ins c:\windows\system32 Verzeichnis navigiert, und habe command.com gestartet (Start-Ausführen war gesperrt). Als ich die Netzwerkkarte unter Linux gestartet habe, konnte ich nach etwa 20 Sekunden tatsächlich eine Verbindung herstellen, und mir wurde die selbe IP zugewiesen wie vorher dem stationären PC. Der Verdacht hat sich also bestätigt.
Auf Google konnte ich jetzt ein Ping absetzen, Surfen konnte ich jedoch noch nicht, da anscheinend der Internetzugang vom Proxy auf den Internet Explorer eingeschränkt war. Ich hätte jetzt vermutlich meinem Firefox den Useragent-String des Internet Explorers zuweisen können, aber dann hätte ich immer noch den filternden Proxy dazischen gehabt. Deshalb habe ich mich für einen (hier schon mehrmals erwähnten) SSH Tunnel entschieden. Mit folgendem Shell-Befehl erstellt man einen SOCKS-Proxy auf dem Port 1119 (beliebig wählbar), welcher verschlüsselt über einen SSH-Server getunnelt wird.
ssh -D 1119 user@server.tld
In den Firefox-Netwerkeinstellungen kann man dann localhost:1119 als SOCKS5-Proxy einsetzen, und voilà, ich hab freie Bahn ins Internet.

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